Kennedybrücke: Top oder Flop

05 10 2011
Unter diesem Titel ist im aktuellen "Rückenwind", dem Magazin des ADFC Bonn/Rhein-Sieg, ein längerer Artikel zur sanierten Brücke erschienen. Kommentierenswert finde ich dabei das folgende Re­sü­mee:

Für den ADFC wird das Problem "Brückenforum" eine Lehre sein, bei den Planungen weiterer Projekte nicht von seinen Vorstellungen abzugehen und keinen Kompromissen, bei denen eine erhöhte Gefährdung der Radfahrer und Fußgänger vorherzusehen ist, zuzustimmen. Insbesondere wird er stärker die Einhaltung der Vorschriften der technischen Regelwerke fordern.


Eigentlich sollte eine Lobbyorganisation wie der ADFC ja damit beschäftigt sein Vorteile für Radfahrer zu erstreiten. So wie IHK oder ADAC z.B. gerne für Autofahrer kostenloses Kurzzeitparken einfordern. Man stelle sich mal vor, der ADAC müßte über vorgeschriebene Baustandards, oder schlimmer, verpflichtende Mindestsicherheitsstandards, "verhandeln" und dann Kompromisse eingehen! Fahrradlobbyarbeit muss sich aber immernoch mit solchen Dingen beschäftigen. Eine funktionierende Fachaufsicht, die die Einhaltung von Sicherheitsstandards überwacht, existiert nicht.


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Kommentare

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09 10 2011
#1 Roland Brühe (Antwort)

Dies straft alle Sonntagsreden von Politikern und Verwaltungsleuten erneut Lügen! Man sagt, der Fahrradverkehr solle gefördert werden. Aber eigentlich meint man, dass die zunehmende Anzahl von Radfahrern den Autoverkehr bitteschön nicht stören soll. Dass offizielle Regelwerke nicht befolgt sondern deren Umsetzung augenscheinlich "verhandelt" werden, ist ein Unding! Eine Organisation wie der ADFC bräuchte wesentlich mehr Mitglieder, um hier mit einer starken Stimme sprechen zu können. Doch leider sehen viele Bürgerinnen und Bürger das Radfahren meiner Meinung nach immer noch als eine untergeordnete Fortbewegungsart für sonnige Tage und nicht für den Alltag. Hier müsste ein Umdenken erfolgen. Mir wird übel wenn ich beobachte, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto aus dem Montessori-Kindergarten abholen statt mit den Kids auf dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Solange die Gleichung "Fahrrad auf der Straße = Gefahr für Leib und Leben" herrscht, wird sich da wohl nicht viel tun. Eine neue Gleichung müsste her: Radfahren = Umweltfreundlichkeit = Entstressung = Gesundheit = Vorrang vor Autos.

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